Neuigkeiten für Ihre Gesundheit
- Francke: „Einige hundert“ Apotheken zum Start?am 3. Juli 2026 um 8:30
Neue Angebote brauchen Zeit – dass dies auch für die seit dem 1. Juli mögliche assistierte Telemedizin (aTM) gilt, zeichnete sich schnell ab. Patient:innen sollen unter bestimmten Voraussetzungen in die Apotheken kommen können, um hier mit Hilfe der Approbierten in einem separaten Raum mit einem Arzt sprechen zu können. Doch das Angebot muss erst einmal anrollen, wie Dr. Jan-Niklas Francke, Vorstandsmitglied des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), betont.Zum aTM-Start am 1. Juli lieferte Francke der Deutschen Presse-Agentur (dpa) Infos zum neuen Angebot in den Apotheken. Dieses solle vor allem den Menschen dienen, die die von Ärzten angebotenen Videosprechstunden nutzen möchten, technisch aber nicht fit genug sind. Daher sollen im Rahmen der aTM die...
- Warken gegen Einbindung von Apothekenam 3. Juli 2026 um 8:05
Während über neue Kompetenzen für Apotheken und ein Dispensierrecht für Ärzte noch gestritten wird, schafft Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bereits Fakten: Mit der Notfallreform die Arzneimittelabgabe in den sogenannten Integrierten Notfallzentren (INZ) erlaubt werden. Eine Einbindung der Apotheken oder auch nur eine Abstimmung lehnt Warken ab.Ärztinnen und Ärzte der Notdienstpraxis eines INZ sollen nach der vorgesehenen Regelung im Rahmen der Notfallversorgung „Arzneimittel für den akuten Bedarf“ an die behandelten Patientinnen und abgeben dürfen. Voraussetzung ist, dass „eine Therapie sofort begonnen werden muss, beispielsweise eine...
- Azithromycin: 3 Indikationen weniger, neuer Warnhinweisam 3. Juli 2026 um 7:38
Azithromycin besitzt ein breites Wirkspektrum und wird gleichzeitig von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Antibiotikum mit erhöhtem Risiko für eine Resistenzentwicklung eingeordnet. Zudem gehört das Makrolidantibiotikum zur sogenannten „Watch“-Kategorie und sollte nur zurückhaltend eingesetzt und die Anwendung überwacht werden. Weil die Verordnungszahlen dennoch weiterhin hoch sind, wird nun Azithromycin in seinen Indikationen eingeschränkt. Bereits im vergangenen Jahr wurde darüber berichtet. Jetzt ist die Indikationseinschränkung Thema im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit. Azithromycin hemmt die bakterielle Proteinbiosynthese durch Bindung an die 50S-Untereinheit des Ribosoms und ist gegen zahlreiche gram-positive und gram-negative Bakterien einschließlich intrazellulären Erregern wie Chlamydia trachomatis wirksam. Der Wirkstoff ist hierzulande seit mehr als 30 Jahren...
- Schließungen: Hoffmann warnt vor übersehenen Belastungenam 3. Juli 2026 um 6:03
Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) verzeichnete im ersten Halbjahr erneut 14 geschlossene Apotheken. Zwar machten immerhin auch vier Apotheken neu auf, doch der Trend setze sich weiter fort, warnt AKNR-Präsident Dr. Armin Hoffmann. „Den Trend, dass Quartal für Quartal mehr Apotheken schließen als neue eröffnen, beobachten wir seit mehr als 25 Jahren.“ Er hoffe nun, dass mit der Apothekenreform und dem erhöhten Fixum wieder Schwung in die Branche komme.Zum Stichtag am 1. Juli gab es 1886 Apotheken im Kammerbezirk – das sind zehn weniger als noch zu Jahresbeginn. Während solche Schließungen auf dem Land für die Menschen schnell längere Wege bedeuten, „entstehen in den Städten oft übersehene Belastungen“, so die Kammer. Denn der Bedarf bleibe:...
- Die 65-Cent-Illusionam 2. Juli 2026 um 17:37
Glückwunsch zu den 65 Cent mehr! Habemus Fixum, das Apothekenhonorar steigt von 8,35 auf 9 Euro – Wahnsinn, die Quelle sprudelt! Blöd nur, dass im selben Atemzug das Tanken wieder teurer wird. Benzin, Diesel, Klimaanlage... diese Fixuserhöhung bringt dir am Ende nicht mehr Liter, sondern fängt gerade mal die Mehrkosten ab, die du sowieso haben wirst. Und Skonti? Lassen auf sich warten, die erste Genossenschaft geht schonmal auf Abstand. Da blickt doch keiner mehr durch! Die Apothekerschaft verhält sich aktuell wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in ihren schlechtesten Zeiten: Während die Tarifverhandlungen anstehen und die Gehälter angepasst werden müssen, verfällt die Branche in einen kollektiven Schlaf und pünktlich zur Sommerpause verschwindet der Protest von der Bühne. Statt richtiger Unterstützungsprogramme kriegen wir im Herbst wahrscheinlich wieder einen „Apothekertag der Dankbarkeit“. War’s das jetzt? Sollte es nicht sein! Jetzt reinhören.