Neuigkeiten für Ihre Gesundheit
- Isotretinoin: Hautablösung kann tödlich verlaufenam 26. März 2026 um 12:58
Die europäische Koordinierungsgruppe für Arzneimittel (CMDh) hat neue Sicherheitsregeln für Isotretinoin in oraler Darreichungsform beschlossen. Hintergrund ist eine Prüfung durch den Ausschuss für Risikobewertung (PRAC), die einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Wirkstoff und dem Auftreten schwerer Hautreaktionen sowie Analfissuren als begründete Möglichkeit eingestuft hat. Infolgedessen werden Fachinformationen und Packungsbeilagen aktualisiert.Bereits im Februar stufte der PRAC einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Isotretinoin und dem Auftreten schwerer Hautreaktionen sowie Analfissuren als begründete Möglichkeit ein. Da die entsprechende Änderung der Produktinformationen nun durch den CMDh-Beschluss verbindlich...
- „Wettbewerb? Gerne. Aber dann fair und rechtskonform“am 26. März 2026 um 12:24
Gleich lange Spieße – so lautete das Versprechen der Regierung im Hinblick auf Versender und Vor-Ort-Apotheken. Daher sind innerhalb des Reformpakets nun schärfere Regeln vorgesehen – unter anderem eine strengere Temperaturkontrolle. Das würde einen ganzen etablierten Versorgungsweg abreißen, warnte Redcare-CEO Olaf Heinrich auf „Table.Briefings“. Und nicht nur das: Patientinnen und Patienten profitierten vom Wettbewerb. Eine Beschränkung des Versandhandels würde zwangsläufig zu höheren individuellen Arzneimittelkosten führen und verhindern, dass weitere Effizienzreserven im GKV-System gehoben werden. „Was hier als ‚Wettbewerb‘ verkauft wird, ist in Wahrheit ein Verdrängungswettbewerb auf Kosten von Recht, Qualität und Versorgungssicherheit“, kontert Apothekerin Dr. Schamim Eckert.„Seit Jahren schreiben große Versandanbieter millionenschwere Verluste und finanzieren ihr Wachstum über aggressive Marktstrategien. Gleichzeitig geraten öffentliche Vor-Ort-Apotheken zunehmend unter Druck – bis hin zur Schließung. Das ist kein gesunder Wettbewerb, sondern ein strukturelles...
- Moringa-Kapseln: Salmonellen in Nahrungsergänzungsmittelam 26. März 2026 um 11:52
Nach dem Nachweis von Salmonellen wird vor dem Verzehr von bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln gewarnt. Bestimmte Bio-Moringa-Kapseln werden vom Händler, der Govinda Natur GmbH mit Sitz in Rheinland-Pfalz, zurückgerufen, wie aus dem Online-Portal lebensmittelwarnung.de hervorgeht.Betroffen sind demnach Produkte mit einer konkreten Chargen-Nummer, die in mehreren Bundesländern auf dem Markt waren. Betroffen seien Bio-Moringa-Kapseln zu 45 Gramm mit 90 Kapseln und zu 100 Gramm mit 200 Kapseln, mindestens haltbar bis zum 31. Dezember 2027, wie es hieß. Es geht um die...
- Medios: Deutlich mehr Umsatz in 2025am 26. März 2026 um 11:41
Das Spezialpharma-Unternehmen Medios hat im vergangenen Jahr von florierenden Arzneimittelverkäufen und einem starken internationalen Geschäft profitiert. Der Erlös kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) stieg zugleich um knapp 18 Prozent auf 93,1 Millionen Euro. Damit übertraf Medios die Erwartungen am Markt. Nach Steuern verbuchten die Berliner einen Gewinn von 15,4 Millionen Euro, über ein Fünftel mehr als im Vorjahr.Für das laufende Jahr erwartet das Management um den neuen Vorstandschef Thomas Meier einen Umsatz zwischen 2 und 2,12 Milliarden Euro, womit auch ein leichter Rückgang nicht ausgeschlossen ist. Die Profitabilität soll sich aber weiter verbessern. Angepeilt ist eine operative Marge von rund 4,8...
- Die ewige EU-Keuleam 26. März 2026 um 11:24
Per Fragebogen an Rx-Arzneimittel zu kommen, wird vorerst weiter möglich sein. Der Bundesgerichtshof (BGH) traut sich nicht, diese offensichtliche Umgehung der Verschreibungspflicht einzukassieren. Stattdessen wird die Sache dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgelegt – weil angeblich Interessen ausländischer Anbieter betroffen sind. Wieder einmal wird die EU-Keule aus der Schublade geholt. Ein Kommentar von Patrick Hollstein.Will man sich im Gesundheitswesen über bestehende Gesetze hinwegsetzen, muss man nur einen kleinen Umweg über das europäische Ausland gehen. Als Versender in den Niederlanden darf man Boni gewähren, weil man sonst ja diskriminiert würde. Und als „Telemedizin“-Plattform muss man nur so tun, als ob...